TAUSENDE JAHRE ALT – MODERNER DENN JE: DÄCHER MIT DACHZIEGELN

Die Historie zeigt: Der Mensch suchte schon immer Zuflucht unter Dächern. Nicht nur, um sich vor den Naturgewalten und wilden Tieren zu schützen, sondern manchmal sogar aus Angst, dass ihm der Himmel auf den Kopf fallen könnte.  Zuerst waren es Höhlen, die dem frühen Menschen Sicherheit boten, doch bereits 12000 v. Chr. wurde diese Art zu wohnen für den Urmenschen zu unflexibel. Nomadische Jäger und Sammler brauchten einen Unterschlupf, der mit ihnen reisen und wachsen konnte. Dies war die Geburtsstunde des Hauses und in erster Linie die des Dachs. Die Menschen bauten pultähnliche Gebilde aus Stangen und Rundhölzern, die mit Gras, Heidekraut oder Fellen bedeckt waren. Die Grundidee des heutigen Steildachs war geboren.

Landschaft mit italienischem Dorf

VOM PULTDACH ZUM SATTELDACH
Da ein einseitiges Dach jedoch keinen ausreichenden Schutz darstellte, bauten die Menschen die Idee aus und entwickelten das Grubenhaus. Der Wohnbereich war also in den Boden eingelassen, sodass sich die Wände fast von selbst ergaben. Doch das Dach wurde gebaut. Jetzt zweiseitig und schon stabiler als zuvor. Der nächste Schritt in der Haus- und Dach-Evolution war das Herausheben der Behausungen aus den Gruben. Die Menschen begannen, Wände aus Holz und Lehm zu bauen, die von einem Satteldach gekrönt wurden, und erschufen so die Basis unserer heutigen Hausformen. Gedeckt wurden die Dächer jedoch immer noch mit Stroh, Reet, Gras oder Heidekraut.

Grubenhaus

Die Entwicklung des Hausbaus ging durch die Jahrhunderte Hand in Hand mit der Weiterentwicklung der Dachdeckung. Während Stein als Baustoff entdeckt und die Außenwand dadurch stabiler wurde, mussten auch die Dächer den neuen, gehoberen Ansprüchen der Menschen gerecht werden. So kamen je nach Region Holz-, aber auch Steinplatten als erste solidere Dachdeckung zum Einsatz. Die Griechen waren es, die den größten Erfolg in der Entwicklung der Dachziegel verzeichnen konnten. 2300 v. Chr., als in Ägypten noch die Pyramiden gebaut wurden, deckten sie schon ihre Dächer mit Dachziegeln aus Ton. Nachdem die Römer den Tondachziegel dann in der ganzen Welt populär gemacht hatten, begann der Siegeszug dieser Bedachungsart. Vom römischen Leistenziegel ausgehend wurde die Form immer weiter spezifiziert, flexibler nutzbar und folglich beliebter. Und noch heute können wir, bei genauer Betrachtung, im modernen Falzziegel den griechischen Vorfahren erkennen.

Historische Dachziegelfläche

DAS DACH HEUTE – BEDEUTUNG UND FUNKTION
Nach wie vor zählt auch heute die Abwehr gegen äußere Einflüsse wie Regen, Schnee, Wind und Wetter zu den wichtigsten standardmäßigen Funktionen des Dachs. Eine weitere wichtige Bedeutung des Dachs ist sein Potenzial bei der architektonischen Gestaltung. Dächer prägen nämlich nicht nur den Charakter einzelner Gebäude, sondern geben ganzen Straßenzügen, Siedlungen und Silhouetten von Ortschaften und Städten „ihr“ Gesicht. Bedingt durch regional unterschiedliche Bauarten, die oftmals dem Klima und den vor Ort vorkommenden Materialien geschuldet sind, hat sich im Laufe der Vergangenheit eine große Vielfalt unterschiedlicher Dachformen und -strukturen entwickelt: Dächer werden mit Reet, Holz, Schiefer, Metall, Dachziegeln oder Dachsteinen gedeckt. In Verbindung mit den verschiedenen Dachformen, Dachneigungen, Dachaufbauten sowie den Formen und Farben des Deckungsmaterials ergeben sich daraus besonders lebendige Dachlandschaften.

Dächer der verbotenen Stadt in Peking

SORGFÄLTIGE PLANUNG
Die heutige Vielfalt an Bauformen, Materialien und Farben erfordert allerdings auch eine größere Verantwortung bei Planung und Ausführung. In Abstimmung mit den Bauherren ist deshalb die Auswahl von Bedachungsmaterialien im Rahmer örtlichen Vorgaben, wie z.B. der Bebauungspläne, die vordringlichste Aufgabe eines Planers oder Verarbeiters. Dabei sind neben den rechtlichen Vorgaben aus örtlichen Satzungen und Genehmigungen auch die tatsächlichen lokalen Gegebenheiten zu berücksichtigen. So kann z. B. die Montage von Solaranlagen oder die Errichtung großzügiger Verglasungen zu ungewollten Reflexionen des Sonnenlichts führen, die in der Nachbarschaft möglicherweise als störend empfunden werden.

Referenzobjekt mit Laumans Premium Dachziegel TIEFA XLTOP®

DAS PERFEKTE DACH – EIN STÜCK ZUKUNFT
Je mehr man sich mit dem Thema Dach beschäftigt, desto deutlicher wird, dass das Dach mehr ist als nur ein Teil des Hauses. Das geneigte Dach ist als „fünfte Fassade“ quasi die Visitenkarte der Immobilie, ein Teil unserer Geschichte und mit seinen vielen Schutz- und Nutzfunktionen gleichzeitig Basis für eine sichere Zukunft.

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