MIT STAATLICHEN ZUSCHÜSSEN UND DARLEHEN DAS NEUE DACH FINANZIEREN

Die Bundesregierung stellt verschiedene Arten der Dach-Förderung zur Verfügung. Sie können sowohl auf finanzielle Zuschüsse des BAFA als auch auf zinsgünstige Kredite der KfW zurückgreifen. Außerdem plant Bundesinnenminister Horst Seehofer aktuell Steuervergünstigungen für die energetische Sanierung von Gebäuden, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Wie hoch die tatsächliche Förderung ausfällt, hängt dabei von der Effizienz des Vorhabens ab.

FÖRDERPROGRAMME FÜR DACHSANIERUNG UND -ERNEUERUNG

Immer noch entweichen bei vielen Häusern etwa 20 % der Heizenergie über das Dach. Grund genug, sich einmal über das Thema Dachsanierung Gedanken zu machen. Denn auch wenn sie auf den ersten Blick recht kostspielig erscheint, so lohnt sich eine Dachsanierung in den meisten Fällen auch finanziell. Im Rahmen der Energiewende bietet der Staat nämlich attraktive Förderprogramme für Dachsanierung und -erneuerung an. In den meisten Fällen sind die Zuschüsse an die neue Energieeffizienz geknüpft, die nach der Sanierung erreicht wird. Sie erhalten je mehr Geld vom Staat, desto energieeffizienter Ihr Haus nach den Maßnahmen ist.

 

MIT DER DACHSANIERUNG GELD SPAREN

Es kommt immer wieder vor, dass Hausbesitzer mit maroden oder undichten Stellen am Dach zu kämpfen haben. Diese gilt es möglichst schnell zu reparieren, um etwaige Folgeschäden wie Schimmel oder Feuchtigkeit, deren Beseitigung in der Regel mit weiteren Kosten verbunden ist, zu vermeiden. Wenn Sie die Neueindeckung um eine Modernisierung der Dachdämmung ergänzen und damit die Energieeffizienz Ihres Hauses steigern, haben Sie die Möglichkeit, bei der KfW eine Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu beantragen (KfW-Zuschuss 430). Hier können Sie bis zu 25 % der förderfähigen Kosten geltend machen.

Der KfW-Zuschuss 430 beschreibt Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden und sieht Förderungen von bis 30.000 Euro je Wohnung vor. Die KfW richtet sich mit dem Angebot vor allem an Privatleute, die ihr Haus sanieren oder sanierten Wohnraum kaufen wollen. Voraussetzung für den Investitionszuschuss ist die Einbindung eines Experten für Energieeffizienz. Die Sanierung kann eine energetische Einzelmaßnahme sein oder ein komplexes Maßnahmenpaket zur Erreichung des KfW-Effizienzhaus-Standards.

Auch wenn Ihr Dach nicht zwingend reparaturbedürftig erscheint, lohnt sich also ein Blick auf mögliche Förderoptionen der KfW. Vielleicht sind es am Ende architektonische oder optische Gründe, die Sie zu einer Dachsanierung veranlassen. Mit einer optimierten Energieeffizienz reduzieren Sie auch hier Ihre Investition mitunter erheblich und tun damit etwas Gutes für den Klimaschutz.

KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die KfW ist die weltweit größte nationale Förderbank. Sie bietet Bauherren finanzielle Hilfe in Form von Darlehen und Zuschüssen zur Kredittilgung. Insbesondere Immobilien, die energieeffizient gebaut werden, die Sanierung zum Effizienzhaus und erneuerbare Energien werden bezuschusst. Die Förderungen müssen nicht zurückgezahlt werden. Darlehen hingegen schon, sie sorgen aber durch niedrige Zinsen für eine finanzielle Entlastung.

Auch für die Einbindung eines Experten für Energieeffizienz gibt es finanzielle Zuschüsse. Das Programm 431 der KfW sieht hier eine Unterstützung von 50 % der Kosten (max. 4.000 Euro) vor, nutzbar als Zuschuss für die Begleitung der Dachsanierung durch einen Energieberater für Leistungen wie Planung, Begleitung und Durchführung der Sanierung, Erstellung eines Energieausweis, Abnahme der Sanierungsmaßnahmen und das Aufsetzen von Baudokumentationen.

Den Antrag für das Programm 431 können Sie ganz einfach online auf der Webseite der KfW (www.kfw.de) stellen.

ZUSÄTZLICHE MASSNAHMEN ZUR ENERGIEEINSPARUNG UND FÖRDERUNG

Neben den Maßnahmen, die das komplette Dach betreffen, lässt sich auch mit Einzellösungen, wie der Erneuerung von Dachfenstern oder nur der Dämmung, die Energieeffizienz des Hauses steigern. So unterstützt die KfW den Einbau neuer Dachfenster ebenfalls mit bis zu 25 % der Kosten und gewährt einen Kredit von maximal 50.000 Euro.

Für die Installation einer heizungsunterstützenden Solarthermieanlage auf dem Dach können Sie außerdem vom BAFA eine Förderung von ca. 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche beantragen. Voraussetzung für die Förderung ist eine Anlage für eine kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Um die Förderung zu erhalten, müssen zudem sämtliche Rechnungen und eine Erklärung des Installateurs vorliegen. Den Antrag können Sie ganz einfach von zu Hause auf der Seite des BAFA (www.bafa.de) stellen.

BAFA – BUNDESAMT FÜR WIRTSCHAFT UND AUSFUHRKONTROLLE

Das BAFA mit Sitz in der Nähe von Frankfurt am Main ist eine Bundesbehörde, die im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wichtige administrative Aufgaben übernimmt. Es fördert insbesondere den Einbau von Solarthermieanlagen. Die Förderung kann bis zu 20.000 Euro pro Vorhaben betragen, lässt sich in den meisten Fällen bis zu einem halben Jahr nach Einbau beantragen und muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

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